Geschichtliches

 

Die EAB wurde 1882 in einer schweren Zeit gegründet. Soziale Missstände und unhaltbare Arbeitsbedingung-en prägten das Leben der Menschen im Ruhrgebiet. Aber einige suchten einen Weg, diesen Zuständen entgegenzuwirken. Einer von ihnen war der Bergmann Ludwig Fischer aus Gelsenkirchen.

Soziale Missstände und unhaltbare Arbeitsbedingungen prägten das Leben der Menschen im Ruhrgebiet. Aber einige suchten einen Weg, diesen Zuständen entgegenzuwirken. Einer von ihnen war der Bergmann Ludwig Fischer aus Gelsenkirchen. Eine Chance sah er in der Solidarität der Arbeiter und deren Familien. Er gründete 1882 in Gelsenkirchen-Schalke den ersten Evangelischen Arbeiterverein. Damit setzte er eine

Bewegung in Gang, welche in kürzester Zeit weitere Vereine entstehen ließ. Heute sind unsere Aufgaben nicht leichter geworden. In einer sich verändernden, globalen Gesellschaft stehen wir komplexen Problemen gegenüber, denen wir mit vielfältigen Aktivitäten begegnen.

Vereinschronik

Im Jahre 1952 trafen sich elf evangelische Männer in dem Gemeindesaal der Ev. Kirchengemeinde Resser Mark, der damals als Notkirche benutzt wurde und unterhielten sich über Probleme und Ziele der EAB.

Diese elf Männer gründeten im Juni 1952 den Ortsverband.

Es waren die Freunde: Favre, Schuster, Döring, Kirschstein, Stryk, Klich, Kensy, Schmidt, Herrmann, Koch, Groß.

Die Evangelische Arbeitnehmerbewegung Gelsenkirchen Resser Mark gehörte somit zu den ersten Vereinen in der nach dem zweiten Weltkrieg raschen wachsenden Resser Mark. Kurz nach der Gründung schloss sich der Verein dem Landesverband der EAB Nordrhein Westfalen an. Allerdings wurde schon bald ein Austritt erwogen, da die Arbeit des Landesverbandes nicht den Erwartungen der Mitglieder der EAB Resser Mark entsprach. Auf der Mitgliederversammlung am 03.05.1959 sprach sich allerdings die Mehrheit dafür aus, im Landesverband zu verbleiben.

Wichtigste Aufgabe des ersten Vorstandes war es, weitere Mitglieder für den neuen Verein zu gewinnen. Dieses Vorhaben wurde durch großes persönliches Engagement in die Tat umgesetzt und so wuchs schon bald die Mietgliederzahl. War in den ersten Jahren die Mitgliederschaft nur auf Männer beschränkt, so öffnete sich bald der Verein auch für Frauen und ermöglichte ihnen auch Mitglied zu werden.

1954 wurde eine Vereinsfahne angeschafft, die bei Veranstaltungen und Beerdigungen getragen wird. Der Verein beteiligt sich aktiv am Gemeindeleben und so ist es fast selbstverständlich, dass die Mitglieder sich aktiv am Neubau der Johannes- Kirche beteiligten. Nachdem die Kirche 2955 fertig gestellt und feierlich in Dienst genommen war, trug die EAB durch Spenden dazu bei, dass 1969 eine Orgel angeschafft werden konnte.

Neben dieser sichtbaren Arbeit wurde in den Versammlungen über viele Themen diskutiert. Es waren immer wieder kirchliche und gesellschaftspolitische Angelegen-heiten, die durch Vorträge und Gespräche den Mitgliedern erläutert wurden. Breiten Raum nahm dabei am Ende der fünfziger und zu Beginn der sechziger Jahre die Diskussion über die Zechenstillegungen in Gelsenkirchen ein. Viele der Mitglieder waren Bergmänner, die von den Zechenschließungen direkt betroffen waren.

Da in den ersten Jahren des Vereines auch sehr viele Kinder und Jugendliche in der Resser Mark lebten, wurden 1959 zur Betreuung der Kinder und Jugendlichen eine Jugendgruppe gegründet . Als in späteren Jahren die Kirchengemeinde ihre Kinder- und Jugendarbeit intensivierte, wurde die Jugendgruppe der EAB aufgelöst. Daneben ist zu erwähnen, dass seit der Vereinsgründung die Kinder der Vereinsmitglieder zu ihrer Konfirmation ein Gesangbuch erhalten.

Neben den  regelmäßigen monatlichen Versammlungen nahmen einige Mitglieder auch an den von Bezirks- und Landesverband angebotenen Fortbildungen und Tagungen teil, um sich so zum einen zu informieren und zum anderen selbst weiterzubilden. Von beginn an nahm die EAB Resser Mark auch an den Deutschen Evangelischen Kirchentagen teil. Im Rahmen des Landesverbandes arbeitete sie aktiv an der Gestaltung des Kirchentages und der Darstellung der EAB mit.

Großen Anklang fanden in allen Jahren des Bestehens die angebotenen Ausflüge und Freizeiten. Hier wurde den Mitgliedern und ihren Familien die Möglichkeit geboten, sich zu erholen und Neues kennen zu lernen. Dies war gerade in den ersten Jahren von besonderer Bedeutung, hatten doch die wenigsten ein eigenes Auto, mit dem sie schnell zu fernen Zielen fahren konnten. Als einen besonderen Höhepunkt ist hier die dreiwöchige Fahrt nach Spanien zu nennen, die der Verein im Jahr 1969 für 340 DM Teilnehmerbetrag durchführte. In den letzten Jahren finden die Seminare zum Jahreswechsel eine besonders gute Resonanz. Diese Maßnahmen haben wesentlich zu einer guten Gemeinschaft untereinander beigetragen.

Quelle: EAB Resser Mark 1952 - 2002 Festschrift